Mittwoch, 10. September 2014

Munsang!

Am 1. September hatte ich meinen ersten Schultag. Wir sind zwei Austauschschüler in der Schule ,Munsang College', mit mir noch Antonio aus Italien.

Wir waren schon eine Woche zuvor dort und wurden sehr herzlich von den ,cultural exchange ambassadors'-Mitglieder empfangen. Schon am Schultor warteten sie auf uns und führten uns zum Schuloffice. Dort hiessen uns ein Lehrer und eine Lehrerin willkommen, sie sind unsere ,mentors'.
Ich durfte dann gleich mal die Schuluniform probieren und ein Foto für die Schülerkarte machen. Wir kriegten Blätter mit den Schulregeln, darin steht auch, wie ich die Schuluniform anziehen muss usw. Die Schule ist ziemlich streng, jeder Schüler und jede Schülerin muss sich am Morgen zuerst mit der Schülerkarte registrieren, wenn man nur eine Minute zu spät kommt, wartet ein Disziplinteacher auf dich und schon ist dein Zuspätkommen im Computer vermerkt. Wir kriegten auch ein Blatt mit allen Clubs, den man beitreten kann, und es sind noch viel mehr, als ich dachte.


Dann gab es eine Führung durch die Schule, sie ist wirklich gross, denn von Kindergarten bis zur Abschlussklasse sind alle auf dem Campus. Und die Schule ist sooo schön! Sie wurde neu renoviert und einige Klassenzimmer sind sehr modern eingerichtet. Mit einer Powerpointpräsentation stellten uns einige Schüler das Schulleben vor. Alle waren sehr herzlich und freuten sich. Wir stellten uns auch noch vor (auf kantonesisch) und danach gab es noch Snacks. Es war wirklich toll. Danach gingen wir noch meine Schulunifrom einkaufen.

Swimmingpool! ;)

Kindergarten playground



Antonio in der library


Sportuniform

Sportsground




Und am Montag ging's dannn wirklich los. Zum allerersten Mal in Uniform. Viele sagen ich sehe aus, wie eine Krankenschwester, aber ich mag die Uniform, nicht nur, weil ich am Morgen keine Zeit opfern muss um ein passendes Outfit zu finden, sondern auch weil es ein spezielles Gefühl der Zusammengehörigkeit ist, wenn alle das Gleiche tragen.

Also schnell in die Uniformschlüpfen, Pferdeschwanz, Rucksack gepackt, Foto machen, ein Brötchen von der lieben Cherrie (housemaid) und ich machte mich auf den Weg. 20 min zu Fuss, man kommt ein wenig ins Schwitzen, aber am Morgen ist es noch okay.

Doch Antonio und ich waren viel zu früh da, die opening cerenomy für die secondary school (7.-12. Klasse) war erst um 10. Wir liefen ein wenig auf dem Campus herum und um 10 gingen wir zu den Klassenzimmer.

In meiner Klasse sind 31 Schüler und Schülerinnen. Vor der Stunde sind natürlich alle am plappern und tauschten Ferienmitbringsel aus. Doch sobald man die Lehrerin vor dem Klassenzimmer sehen konnte, gingen alle auf ihre Plätze und sind ganz ruhig. Zur Begrüssung stehen alle auf und verbeugen sich und sagen ,Godd Morning Mrs Pun' (auf Chinesisch).

Nachdem Schulhefte verteilt wurden, ich mich vorgestellt hatte und die Lehrerin viel Chinesisch gesprochen hat, gingen wir in die grosse Halle zur Opening cerenomy.

Die Schuldirektorin  (in English), ein Pastor (auf Chinesisch) und ein Mädchen, das letztes Jahr ihr public exam (Matura) gehabt hat und mit exzellenten Noten abgeschlossen hat, hielten alle eine lange Rede. Dabei steht immer das public exam im Vordergrund, alles ist auf das Lernen und gute Abschlussnoten fixiert. Und jedes Jahr gibt es ein Moto, dieses Jahr heisst es GALA.

God as our savior      (es ist eine Christliche Schule, jede Woche Bibellektion, aber sonst merkt man                                      während des Unterrichts nicht sehr viel. Die Direktorin sagte uns aber, wie                                            wichtig Gott im Lernerfolg ist usw...)
Aspiration
Life long learning
Attitude


Die Mädchen in meiner Klasse sind sehr lieb und haben mich viel gefragt. Und viele wollen mit mir Lunch essen gehen :) Ich bin wirklich froh darüber, von anderen ATS habe ich gehört, dass ihre Mitschüler sehr schüchtern ihnen gegenüber sind.
Mit den Jungs habe ich noch nicht viel geredet, denn Mädchen und Jungs sind immer wie getrennt. Dass heisst aber nicht, dass es keine Pärchen in der Schule gibt ;)








Am nächsten Tag mussten wir uns vor allen vorstellen und nochmal nur zuhören in der grossen Halle. Vielleicht 3h, aber 2 mal hintereinander dasselbe, weil wir uns auch zweimal vorstellen mussten, einmal vor form 1-3, danach form 4-6. Ziemlich langweilig, es war alles in Chinesisch.
Immer wieder schlief jemand ein und wurde von den Disziplinteacher herausgerufen ^^

Am Nachmittag ging ich mit zwei Mitschülerinnen ins Kino und wir probierten die ,mooncakes', die ich von meiner Klassenlehrerin bekommen habe :))

Am Mittwoch fing dann der richtige Unterricht an. Meine Fächer sind:
Liberal studies: Da mussten wir so Sachen machen, wie ein Bild zeichnen, dass dich beschreibt, Tests machen, um herauszufinden, wie man über sich selber denkt und so psychische Sachen. Wir schauten zum Beispiel auch das Video von Dove, wo eine Frau so stark geschminkt und ihr Bild mit Photoshop bearbeitet wird, dass man sie nachher als bildschöne Frau nicht wiedererkennt. Ich finde das Fach noch spannend, obwohl es einfach ist.
Maths: Ist etwa das gleiche Nieveau wie in der Schweiz, bis jetzt komme ich gut mit.
Englisch: Die Lehrerin ist sehr sehr lustig. Einmal hat sie so gelacht, bis ihr die Tränen kommen. Als sie das Mikrofon benutzte, kam plötzlich ein Schüler rein, man höre sie in allen Klassenzimmer durch die Lautsprecher. Da plapperte sie extra noch weiter.
Als Wahlpflichtfächer besuche ich Geschichte, Chemie und Kunst. Geschichte ist interessant, Chemie nicht soo. In Arts fühle ich mich beim Zeichnen noch untalentierter als sonst, denn meine Mitschüler und Mitschülerinnen können natürlich alle seeehr schön zeichnen, sonst hätten sie das Fach nicht gewählt.
Sonst habe ich noch ein paar Fächer in unteren Stufen.
In Sport lernen wir K-pop Tänze. Wir bringen sie uns selber aus den Musikvideos bei. Bin mal gespannt, wie wir das hinkriegen :)

Hausaufgaben habe ich auch schon einige. Und ich musste eine Powerpointpräsentation machen, in einer Woche müssen Antonio und ich einen Vortrag über unser Leben im Heimatland halten, während des ,morning assambly' in der grossen Halle vor der ganzen Schülerschaft form 4-6.


Endlich wieder mal etwas gepostet^^ Ich bin so viel beschäftigt, es gibt so viel zu erzählen, ich würde gerne vieeel mehr schreiben...

Liebe Grüsse



Donnerstag, 4. September 2014

Arrival camp, meine Gastfamilie und orientation week




Die Begrüssung am Flughafen war unbezahlbar: Lautstark und sehr herzlich! Jeder Austauschschüler hat einen ,first friend‘, der ihm in der ersten Woche mit allem hilft und ihn immer begleitet. Die meisten sind ‚returnees‘, Schüler und Schülerinnen, die schon von ihrem Austauschjahr zurückgekehrt sind. Mein ,first friend‘ ist Hailey, sie war ein Jahr in Frankreich und sie ist soo lustig! 

Eggtare von Hailey :D


Dann fuhren wir ins zweitägige Arrival-Camp. Dort waren dann alle 49 HK-Austauschschüler aus Italien, Deutschland, Finnland, Thailand, Argentinien, Island, Dänemark, Spanien, Frankreich, Japan, Russland, Belgien, Kanada und Österreich.
Obwohl alle sooo müde waren nach dem langen Flug und Jetlag, gab es eine kleine Willkommensparty und es war ganz lustig!



Am nächsten Tag hatten wir verschiedene Workshops zu Themen wie das Familien oder Schulleben in Hongkong. Wir lernten auch wie man die Uniform korrekt anzieht.

Es war wirklich toll, Zeit mit den anderen ATS zu verbringen. Wir sind alle in derselben Situation und verstehen einander. Und es ist immer soo lustig. Da alle so nahe beieinander leben, können wir uns auch einfach und oft treffen.



Die Austauschschüler über ganz Hongkong verteilt

Sik faan!

hartes und zu kurzes Bett :') (nur für 2 Tage)





:D <333


Nach dem Camp, trafen wir am Sonntag endlich unsere Gastfamilien. Alle waren so aufgeregt. Es war wirklich toll, sie endlich zu sehen.
Sylvana, Jessie, hostmum Monica, hostdad William, first friend Hailey, Eugenia <3

Dann gingen wir mit anderen Gastfamilien ,yam-tsha' essen. Da sind in der Mitte des Tischs verschiedene Speisen auf einer drehbaren Platte und man kann einfach nehmen was man will. Hou hou mei! Sehr lecker! Obwohl ich ein wenig Probleme mit den Stäbchen hatte, habe ich alles probiert :)


Dann sind wir nach Hause gefahren. Wir leben zu siebt und einem Hund in einer kleinen Wohnung, ich teile das Zimmer mit meiner älteren Gastschwester Jessie. Zum Glück haben wir zwei Badezimmer ;) Ich habe mich wirklich schnell eingelebt und fühle mich jetzt schon ein bisschen wie zu Hause.

Ausblick aus der Wohnung


Meine kleine Gastschwester ist so süss und ich spiele oft mit ihr. Und auch mit den anderen zwei, verstehe ich mich sehr gut. Es ist sehr praktisch, dass Jessie auch ein Austauschjahr gemacht hat, sie ist auch ein first friend und wir können uns gemeinsam mit den anderen ATS treffen. Und natürlich weiss sie auch, wie ich mich als Austauschschülerin fühle...:)
Meine Gasteltern sind auch sehr nett, sie sprechen auch ziemlich gut Englisch.
Die siebte Person ist die housemaid Cherrie, sie kommt aus den Philippinnen. Sie ist auch sehr lieb.


Mooncakes





Sylvanas Geburtstag vorfeiern und meinen Nachfeiern

So cute :')




Am Montag starteten die kantonesisch Lektionen für alle Austauschschüler bis am Freitag. Am Anfang gibt es immer noch einen Vortrag, zum Beispiel über das Schulleben, Familienleben, AFS events und andere organisatorische Dinge. Zum Beispiel müssen wir jeden Monat einen Bericht über die Geldausgaben an AFS senden. Wir konnten uns auch über unsere Erfahrungen austauschen.

Der Kantonesisch Unterricht war ganz gut, wir haben gelernt uns vorzustellen, zu zählen und sonst noch einige basics. Es war auch immer lustig und ziemlich laut. Die first friend halfen uns auch, sie lehrten uns auch gerne ,foul language' ^^

Mein Chinesischer Name :))

Italienerin und Französin wollen nur eins: Kantonesisch büffeln!! ;D

Motivatioon!

Teacher


Maya erzählt von ihrem neuen Zuhause




Am Nachmittag, nach dem Lunch mit anderen Austauschschüler und first friends, gingen Hailey und ich Sachen erledigen, wie aufs Passamt eine Hongkong ID machen, meine Gastschule besuchen, Bankaccount machen oder wir gingen in ein Shoppingcenter bummeln und nach weissen und schwarzen Schuhen, weisser Unterwäsche usw. für die Schuluniform ausschau zu halten. So sahen wir auch zum ersten mal ein bisschen was von der Stadt, vor allem aber die rieeesigen, bis zu 12-stöckigen Shoppingcenters. Wir probierten auch schon einige kulinarischen Spezialitäten, soo delicious!
Längste Rolltreppe in HK, führt zu einem rieeesigen Shooppingcenter











Hot Pot


Market





Am Ende der Woche, mussten wir uns vor allen auf Kantonesisch vorstellen und wir wurden bewertet. Am besten Kantonesisch sprach die Thailändische Austauschschülerin, sie beherrscht die Töne schon gut, dank ihrer Muttersprache :)

Wegen dem Jetlag war ich jeden Tag kaputt und ging früh schlafen. Das Wetter vertrage ich eigentlich gut, auch wenn es manchmal wirklich heiss ist.

Liebe Grüsse

ALissa